Kirche
Die Zempower Dorfkirche ist eine schlichte neugotische schiefergedeckte Backsteinkirche von 1865/66.
Die Zempower Dorfkirche wurde damals für eine Gemeinde von über 300 Menschen gebaut. Daher wirkt sie für den kleinen Ort recht großzügig. Der Kirchturm ist weithin zwischen den bewaldeten Hügeln sichtbar und eines der Wahrzeichen des Ortes. Zuvor stand hier eine kleinere Kirche mit einem Turm aus Eichenholz und Fachwerk. Diese wurde nach der Neubesiedlung Zempows in den Jahren ab 1701 bereits 1709 durch einen Blitzeinschlag zerstört.
Besonderheit der Zempower Dorfkirche ist die erhaltene Orgel mit einem Manual und 9 Registern.
Sie wurde 1868 vom Wittstocker Orgelbauer Friedrich Hermann Lütkemüller in die Kirche eingebaut. Lütkemüller ist durch eine Vielzahl unterschiedlicher Orgelbauten für Dorf- und Stadtkirchen in der Prignitz bis hin zum Dom von Güstrow in Mecklenburg und darüberhinaus bekannt.
Die Zempower Dorfkirche steht in der Dorfmitte auf einem Granitsteinfundament. Die Kirche betritt man durch den Eingang im quadratischen Westturm. Der Vorraum unter der Westempore ist heizbar. Hier findet die Winterkirche statt. Bei Eintritt in das Langhaus fällt der Blick über die hölzernen Gemeindebänke auf die Chorapsis mit einem Sterngewölbe und den zweibahnigen Fenstern. Die Apsis wird durch getreppte Strebepfeiler gegliedert, diese finden sich auch an den Ecken des Langhauses wieder. Die Fenster des Schiffes sind dreibahnig. In der Ostwand des Schiffes gibt es zu beiden Seiten der Apsis eine kleine Pforte, diese führen ins Innere der Kirche. Die Ausstattung ist einheitlich im neugotischen Stil gefertigt. Ein einfacher Altartisch, die hölzerne Kanzel, ein schlichter Taufständer, das Gemeindegestühl, die Westempore mit der Orgel.
Das Kirchenschiff ist mit einer Deckenkonstruktion im Stil der englischen Gußeisenarchitektur überzogen. An der Südwand hängen zwei Gedenktafel für die Veteranen der deutsch-französischen Kriege und für die vier im Ersten Weltkrieg Gefallenen aus der Gemeinde. Außerdem ist die Kirche mit farbenfrohen Bildern der Zempower Künstlerin Marina Gensch gestaltet. Auf der Nordseite der Kirche steht zudem das Kriegerdenkmal mit den Namenstafeln der in beiden Weltkriegen gefallenen Zempower. Auf der Südseite der Kirche schliesst sich ein Friedhof mit Trauerhalle an. (Quelle: www.dorfkirchen-in-mv.de)
Die Kirchengemeinde Zühlen-Zechliner Land kümmert sich stetig um die Sanierung seiner Dorfkirchen. Auch die Zempower Kirche erhielt bereits eine Turm- und Dachsanierung. In dem Zuge erhielt die Dorfkirche auch wieder eine Kirchturmuhr.
Weitere Sanierungsabschnitte sind in Vorbereitung. Spenden für nimmt die Kirchengemeinde gern entgegen.
In der Kirche finden monatliche Gottesdienste statt, gelegentlich Konzerte und Orgelspiel